{"id":20,"date":"2015-01-27T19:44:28","date_gmt":"2015-01-27T19:44:28","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.maisha-pamoja.de\/?page_id=20"},"modified":"2017-04-25T17:21:29","modified_gmt":"2017-04-25T17:21:29","slug":"erfahrungsbericht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/?page_id=20","title":{"rendered":"Erfahrungsberichte"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff9900;\">STEFFI @ UGANDA\u00a02017\u00a0<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #999999;\">Bereits zum dritten Mal besuchte Steffi Rettinger im M\u00e4rz 2017 Uganda und das Projekt in Iyolwa. Begleitet sie doch ein St\u00fcck auf ihrer Reise (und schaut bald wieder vorbei, denn dann gibt es auch neue Bilder):<\/span><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Jahr vorher, M\u00e4rz 2016.<\/p>\n<p>Als ich nach 5 Wochen \u00fcber holprige Stra\u00dfen zum Flughafen in Uganda fahre, laufen Tr\u00e4nchen meine staubigen Wangen herunter. Ein endg\u00fcltiger Abschied, denn nach meinem zweiten mehrw\u00f6chigen Aufenthalt im Osten Afrikas bin ich sicher, Land und Leute vorerst nicht wiederzusehen.<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter, M\u00e4rz 2017.<\/p>\n<p>Ich sitze im Auto auf holprigen Stra\u00dfen nach Iyolwa und schon nach wenigen Kilometern legt sich eine staubige Schicht auf meine Wangen, die bald wehtun vom vielen Grinsen. An mir ziehen Motorr\u00e4der vorbei, vor kleinen H\u00e4uschen am Stra\u00dfenrand werkeln Tischler, waschen M\u00fctter und spielen Kinder. Das Leben pulsiert trotz flirrender Hitze, die Sonne steht hoch am Himmel. Der Verkehr ist dicht und es wird dunkler, dann Nacht. Als wir fast angekommen sind erscheint in der Ferne ein funkelndes Lichtermeer. \u201eDas da, das ist unsere Schule\u201c, sagt Thomas pl\u00f6tzlich. Ich lache verlegen &#8211; und habe keine Ahnung ob das ein Witz ist oder nicht. Als wir n\u00e4her kommen merke ich: Es ist die Wahrheit. Ein riesiges Eingangsportal leuchtet uns entgegen als wir in die Einfahrt biegen, die Laternen erhellen die Geb\u00e4ude, Wege und B\u00e4ume.<\/p>\n<p>Als ich am n\u00e4chsten Morgen and\u00e4chtig \u00fcber das Gel\u00e4nde spaziere muss bin ich sprachlos. Aus der Baustelle, dem vor Arbeitern wuselnden Wunderland, ist eine Anlage entstanden, die in allen Farben strahlt. So sehr, dass es nat\u00fcrlich niemandem in den umliegenden D\u00f6rfern entging. Als am ersten Schultag die Pforten \u00f6ffneten kamen statt 100 erwarteten Kindern weit \u00fcber 220. Dort setzte man aber die Grenze, die Kapazit\u00e4ten werden gerade erst noch erweitert. Vier Klassenzimmer sind bereits in Betrieb, in jedem ordentlich gekleidete Sch\u00fcler in feiner Uniform aus der hauseigenen Schneiderei. W\u00e4hrend ich durch die hellen G\u00e4nge schleiche, klingelt es pl\u00f6tzlich und der Schulhof f\u00fcllt sich rasant mit Leben. Die Klassensprecher verteilen Pausenbrot, manche Kinder laufen zum kleinen Kiosk und holen sich S\u00fc\u00dfes. Sogar Schreibwaren, Schuhe und Seife gibt es dort. Die Lehrer lerne ich im Laufe der Zeit besser kennen. Sie sind ein bunt gemischter Haufen, viele kommen aus den unterschiedlichsten Teilen Ugandas. Um das Trennen nach Herkunft und St\u00e4mmen zu unterbinden gilt die Regel: Am Schulgel\u00e4nde darf nur Englisch gesprochen werden, egal ob Sch\u00fcler oder Lehrer. Zum Mittagessen reihen sich die Kinder vor der Essensausgabe bei der gro\u00dfen Schulk\u00fcche, aus der es schon ab dem fr\u00fchen Morgen dampft und duftet. Wenn die letzte Unterrichtseinheit beendet ist hei\u00dft das f\u00fcr die Sch\u00fcler: Zeit f\u00fcr Pflichten, Hygiene aber vor allem auch Spa\u00df und Sport. Auf dem ger\u00e4umigen Sportplatz wird getanzt und sich warm gemacht, danach gibt es Netz- und Fu\u00dfballspiele, manche findet man beim Volleyball. Und nach einem gemeinsamen Gebet und Abendessen ist Ruhezeit. Lesen, Lernen, Zeichnen &#8211; was die Kinder machen wollen, steht ihnen frei. Um zehn Uhr gehen die Lichter aus, langsam wird das Gemurmel leiser &#8211; irgendwann schlafen dann alle tief und fest, bis am n\u00e4chsten Morgen mit neuer Energie ein Schultag beginnt, von dem viele andere Gleichaltrige tr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Denn Mitsprache, Fairness und Toleranz sind hier nicht nur theoretisch verankert. Auch praktisch k\u00f6nnen die Sch\u00fcler Alles vorbringen, was sie bewegt und ihre W\u00fcnsche frei sagen. Die Lehrer werden st\u00e4ndig weitergeschult, das System weiter ausgefeilt. Niemand darf diskriminiert werden, Werte und Moral sind genauso wichtig wie Matheformeln und Literaturanalyse. Das hei\u00dft auch: Gewalt bleibt vor den Toren der Schule, kein Kind wird hier geschlagen. Was f\u00fcr uns in Deutschland selbstverst\u00e4ndlich ist, bleibt in Uganda doch die Ausnahme. Damit der Komplex aus Schule, Internat und Baustelle funktionieren kann, greifen viele, viele H\u00e4nde ineinander: Ingenieure der EWS Karlsruhe bauen Sanit\u00e4ranlagen und leisten hygienische Aufkl\u00e4rungsarbeit, die deutsche Regierung unterst\u00fctzt das Waisenhaus der Jungen finanziell, Unternehmen schicken wertvolle Sach- und Geldspenden, Gemeinden und zahlreiche Einzelpersonen sammeln kleine und gro\u00dfe Betr\u00e4ge, die am Ende alle zusammen dieses Projekt erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Ganze l\u00e4sst es letztlich pulsierend leben und noch immer weiter wachsen. Es l\u00e4sst mich staunen und zeigt mir: Nichts ist unm\u00f6glich, wo eine Vision mit Leidenschaft verfolgt wird. Wo systematische Erfahrung und unendliche Liebe gleicherma\u00dfen einflie\u00dfen und Hoffnung nie verloren wird.<\/p>\n<p>Als ich nach 3 Wochen \u00fcber holprige Stra\u00dfen wieder zur\u00fcck zum Flughafen fahre, flie\u00dfen keine Tr\u00e4nchen. Ich wische mir den Staub aus dem Gesicht und sage leise: Bis bald, Uganda!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff9900;\">IMMER WIEDER UGANDA <\/span><\/p>\n<h6 class=\"western\"><span style=\"color: #808080;\">Ein Erfahrungsbericht auf den 2. Blick von Steffi Rettinger<\/span><\/h6>\n<p>Als wir aus dem Flugzeug steigen, schl\u00e4gt uns die br\u00fctende Hitze des afrikanischen Nachmittags und staubige Luft entgegen und in der Ferne gl\u00e4nzt der Viktoriasee friedlich. Es ist der zweite Besuch der Perle Afrikas f\u00fcr uns &#8211; vor einem Jahr erbrachten<br \/>\nwir drei Monate im kleinen Osia nahe der kenianischen Grenze.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2839335_orig.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-344 size-large\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2839335_orig-1024x683.jpg\" alt=\"2839335_orig\" width=\"584\" height=\"390\" srcset=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2839335_orig-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2839335_orig-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2839335_orig-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2839335_orig-450x300.jpg 450w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2839335_orig.jpg 1100w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dieses Mal geht es nach Iyolwa, einen Ort in unmittelbarer N\u00e4he. Hier ist im letzten Jahr der Bau eines neuen Projekts begonnen worden, das zur Zeit unseres Aufenthaltes lediglich auf Pl\u00e4nen und Skizzen zu bestaunen war. Auf Besuchen hatten wir im Vorjahr schon einen Eindruck bekommen von der Gr\u00f6\u00dfe des neuen Komplexes: riesige Felder waren da abgesteckt und zur Umrundung des gekauften Grundst\u00fccks benutzten wir das Auto. Unsere Ankunft in Pater Thomas\u2019 neuer Pfarrei zog sich dann in die Nacht hinein und so sahen wir am n\u00e4chsten Morgen zum ersten Mal in ganzem Umfang, was sich ver\u00e4ndert hatte. Und wir trauten unseren verschlafenen Augen kaum:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/8014726_orig.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-346 size-medium alignleft\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/8014726_orig-300x200.jpg\" alt=\"8014726_orig\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/8014726_orig-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/8014726_orig-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/8014726_orig-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/8014726_orig-450x300.jpg 450w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/8014726_orig.jpg 1100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wo vor einem Jahr noch nichts als Busch war, schie\u00dfen jetzt Mauern aus dem Boden, unz\u00e4hlige Arbeiter wuseln eifrig zwischen roten Ziegelhaufen und grasenden Ziegenherden umher und unter der sengenden afrikanischen Sonne wird gegraben und gebuddelt. Aus manchen Ecken klirrt blecherne Handymusik und dazu wird rhythmisch Gras gestutzt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich das M\u00e4dchenheim schon in der \u001ffinalen Bauphase be\u001ffindet und es jetzt an den Anstrich geht, wird am Hostel f\u00fcr die Jungs gerade das Dach hochgezogen. Das Geb\u00e4ude mit Sanit\u00e4ranlagen ist bereits fertig und strahlt in hellen Farben mit der Sonne um die Wette, die Ziegelmauern der Schule wachsen jeden Tag ein St\u00fcckchen weiter. Die Baustelle wirkt wie ein kleines Wunderland, \u00fcberall gesch\u00e4ftiges Treiben und Neues zu entdecken. Und sie ist ein Beweis, dass es nicht nur einen Weg gibt wo ein Wille ist, sondern dass es eine Autobahn gibt, wo Menschen eine Vision haben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/6536791_orig.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-345 alignright\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/6536791_orig-300x200.jpg\" alt=\"6536791_orig\" width=\"273\" height=\"186\" \/><\/a>Es ist schwer beeindruckend, was in so kurzer Zeit geschehen\u00a0ist &#8211; und es weckt\u00a0 Neugier, wie es wohl in einem weiteren Jahr aussehen wird. F\u00fcnf Wochen verbringen wir dieses Mal in Ostafrika. Die Zeit vergeht gewohnt rasend schnell und die Heimkehr\u00a0 f\u00e4llt noch ein bisschen schwerer als letztes Jahr.<\/p>\n<p>Aber vielleicht, und ho\u001dffentlich sieht\u00a0man sich ja nicht nur zweimal im Leben, liebes Uganda!<\/p>\n<hr \/>\n<h3><span style=\"color: #ff9900;\">Einmal Tabora &#8211; F\u00fcr immer im Herzen<\/span><\/h3>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #999999;\">7 Monate in Tabora. Ein Reisebericht von Hannah Hemel.<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich an Tansania zur\u00fcckdenke, sp\u00fcre ich zuerst mein Herz \u00fcberlaufen von den vielen Erinnerungen an Menschen, die ich dort getroffen und begleitet habe. Viel mehr haben aber wohl sie mich begleitet! Ich ging durch eine gro\u00dfartige Transformation in den sieben vollen Monaten, die ich dort verbringen durfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-316 alignleft\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/1-300x199.jpg\" alt=\"1\" width=\"264\" height=\"180\" \/><\/a>Zu Beginn war ich mit einem weitern M\u00e4dchen zusammen; wir reisten gemeinsam nach Tabora in Westtansania, um dort in einer Grundschule und in einem Waisen- und Stra\u00dfenkinderheim zu arbeiten. Sie ging nach einem guten Monat zur\u00fcck und ich bin so froh, die ersten Wochen jemanden an meiner Seite gehabt zu haben. Die vielen auf einen einst\u00fcrmenden Menschen, das Busfahren in unheimlich kaputt aussehenden Bussen zu schnell auf Stra\u00dfen oder zu schnell auf Wegen, die gar keine Stra\u00dfen mehr waren, die viele Armut und unsere v\u00f6llig neue Stellung in der Gesellschaft als reiche, wei\u00dfh\u00e4utige Hoffnungsschimmer f\u00fcr viele, f\u00fchrte unausweichlich zu einem Kulturschock.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-318 size-large\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/4-1024x678.jpg\" alt=\"4\" width=\"584\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/4-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/4-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/4-453x300.jpg 453w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Gl\u00fcck konnte ich mich dann doch schnell einordnen und mich in den ersten drei Monaten relativ gut in die Sprache Kisuaheli und die fremde Kultur einfinden: Wer h\u00e4tte gedacht, es g\u00e4be bestimmte Regeln, wie man mit den H\u00e4nden isst, wie man bunte traditionelle T\u00fccher (\u201eKanga\u201c) richtig tr\u00e4gt, wie man alte und junge Menschen v\u00f6llig verschieden begr\u00fc\u00dft, in welche verschiedene Richtung M\u00e4nner und Frauen bei Klopausen w\u00e4hrend Busreisen in den Wald gehen und wo genau man sich in l\u00e4ndlichen Regionen in die Kirche setzten sollte? Es gab viel zu lernen f\u00fcr mich, dabei hatte ich es mir doch zu Beginn zur Aufgabe gemacht, zu lehren!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich begann meine Arbeit mit Englischunterricht f\u00fcr die Jungs im Kinderheim w\u00e4hrend den Ferien. Dabei macht es das nicht einfacher, wenn einige Kinder kein Wort Englisch verstehen und das jedoch meine einzige M\u00f6glichkeit war, zu kommunizieren. Sp\u00e4ter verbrachte ich die Vormittage in der Grundschule mit etwa 900 Sch\u00fclern, wo ich eine Bibliothek leitete oder im Sekretariat aushalf. Nachmittags und Abends war ich im Kinderheim zu Gange und spielte endlos mit den Jungs, machte Hausaufgaben mit ihnen, betete mit ihnen und war einfach da f\u00fcr sie. Meine Rolle nahm ich ernst und versuchte, eine gute Ersatzmutter f\u00fcr die sich nach Liebe sehnenden Kinder zu sein; Pflaster auf Wunden kleben, Tr\u00e4nen wegwischen, Mut machen, zuh\u00f6ren, Mittler zwischen den Geistlichen und den Kindern spielen, Ratschl\u00e4ge geben und mit drei Kindern auf dem Arm gleichzeitig zu malen, vorzulesen, Karten zu spielen, durch den Regen zu rennen und was man sich nur vorstellen kann wurde meine Leidenschaft. Schon nach sehr kurzer Zeit hatte ich sie alle fest in mein Herz geschlossen und lies es mir viele Male brechen, wenn ich trotz meiner idealistischen Vorstellungen nicht daf\u00fcr sorgen konnte, dass es allen Kindern zu aller Zeit gut ging. Jeden Tag verliebte ich mich neu in ihre treuen Kinderaugen, ihr Lachen, ihre Frechheit und ihre Lust am Leben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-317 size-large\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2-1024x678.jpg\" alt=\"2\" width=\"584\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2-453x300.jpg 453w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hatte allerdings auch so einige Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen. Meine Klamotten mit harter Seife in kaltem Wasser waschen, drei Tage mit Malaria im Bett zu liegen und ein Tagesrhythmus startend um 5.30 Uhr morgens und selbst auferlegte Ausgangssperre bei finsterer Dunkelheit sp\u00e4testens um 19.00 Uhr war da bei weitem noch die leichtesten. Das eigene Leben war in stetiger Gefahr, zumindest f\u00fchlte es sich oft so an, egal ob man nur zum Markt fuhr und einkaufen gehen wollte oder in einem Bus in eine andere Stadt reiste; als wei\u00dfe Frau ist es alleine in Afrika niemals ungef\u00e4hrlich. Ich bekam das nat\u00fcrlich das ein oder andere Mal zu sp\u00fcren. Genauso aufw\u00fchlend war es, die k\u00f6rperlichen Strafen f\u00fcr die Kinder miterleben zu m\u00fcssen, die in Deutschland seit Jahren strafbar und verboten sind. Aber ein blankes Verurteilen l\u00f6st das Problem nicht. Das Geschenk zu leben lernte ich au\u00dferdem dadurch viel mehr zu sch\u00e4tzen, weil Krankheiten und andere Trag\u00f6dien Menschen um mir das Leben nahmen. Besonders denke ich hier an einen wundervollen und g\u00fctigen Priester, der einen Herzinfarkt erlitt, und einen Waisen aus dem Heim, der w\u00e4hrend meinem Volontariat an Aids verstarb. M\u00f6gen sie in Frieden ruhen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit meinem Vertrauen auf meinen besch\u00fctzenden und liebenden Gott, den Vater, und vielen Menschen vor Ort, die mir wahnsinnig hilfreich entgegen kamen, f\u00fchlte ich mich jedoch sicher und die Ungewissheiten des t\u00e4glichen Lebens wurden zu einer sp\u00fcrbar aufregenden Intensit\u00e4t des Moments in der Gegenwart. Im Jetzt zu leben habe ich zu sch\u00e4tzen gelernt und profitiere von dieser gewonnen Freiheit noch jetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders dankbar bin ich den Missionaren des Heiligen Franziskus von Sales, die das Projekt in Tabora aufgebaut haben und mich so wunderbar unterst\u00fctzt und sich um mich gek\u00fcmmert haben. Ihre Arbeit verdient viel Respekt und meine sieben Monate im Freiwilligendienst scheinen daneben so unbedeutend. Ich bete noch viel f\u00fcr ihre Projekte und nat\u00fcrlich vor allem die Kinder, die ich kennen und lieben gelernt habe und hoffe sehr, sie in baldiger Zeit besuchen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Hannah-Hemel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313 size-full\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Hannah-Hemel.jpg\" alt=\"Hannah Hemel\" width=\"480\" height=\"416\" srcset=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Hannah-Hemel.jpg 480w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Hannah-Hemel-300x260.jpg 300w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Hannah-Hemel-346x300.jpg 346w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><\/h3>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #ff9900;\">90 Tage eine andere Welt. Unsere Zeit in Uganda.<\/span><\/h3>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #999999;\">Oktober\u00a02014 \u2013 Februar 2015. Ein Reisebericht von Steffi,\u00a0Elisa und Doro.<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der staubige Wind wirbelt durch die Haare, der Schwei\u00dfgeruch des Fahrers steigt dir in die Nase, von den Stra\u00dfenr\u00e4ndern t\u00f6nen aus unz\u00e4hligen kleinen H\u00fcttchen rhythmische Melodien und pl\u00f6tzlich verwandelt sich in der Abendsonne die endlose, raue Natur Ostafrikas vom gr\u00fcnen Paradies in eine goldene endlose Weite.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-2520.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-267 alignleft\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-2520-300x199.jpg\" alt=\"erfahrungsberichtUganda -2520\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-2520-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-2520-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-2520-453x300.jpg 453w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-2520.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>So ist das, wenn man abends mit den Motorradtaxis, den Boda Bodas, durch den Busch prescht, denn langsam geht in Afrika zwar vieles \u2013 aber definitiv nicht der Verkehr au\u00dferhalb der St\u00e4dte.\u00a0An einem vorbei ziehen S\u00fcmpfe, Felder und in Baum- und Str\u00e4uchergruppen versteckt Ansammlungen von Lehmh\u00fctten, die familienweise in kleinen Kreisen erbaut werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber kleine Trampelpfade huschen Kinder, die gerade laufen k\u00f6nnen, und ihre \u00e4lteren Geschwister, die das Wasser f\u00fcr das Abendessen holen.\u00a0Auf ihren Tellern wird man sp\u00e4ter Reis finden, Chapati, Matooke oder Maniok. Dazu gibt es allerlei Gem\u00fcse und mitunter auch einmal Fleisch. Und nicht zu vergessen: viele, viele frische Fr\u00fcchte, die im Garten wachsen oder die man am Markt f\u00fcr deutsche Verh\u00e4ltnisse spottbillig kaufen kann. \u00dcber bei uns im Supermarkt angepriesene \u201eRiesenpapayas\u201c w\u00fcrde sich in Uganda jeder wundern: Dieses kleine Ding soll essbar sein?\u00a0Weil kaum eine Familie einen Stromanschluss besitzt, leuchten Kerzen und Taschenlampen in den Abend hinein. Ins Bett geht man nicht allzu sp\u00e4t, denn der Tag beginnt um sechs. Dann rackert man auf den Feldern, h\u00fctet das Vieh, brennt Ziegel, kocht, geht in die Kirche, in die Schule oder besucht Freunde.<br \/>\nDenn Gastfreundschaft wird gro\u00df geschrieben. Egal, was gerade so ansteht: Kommt Besuch vorbei, dann wird sich Zeit genommen. Schnell wird Tee gekocht oder auch einmal warme Milch mit einer riesigen Portion Zucker und wenn es gerade geht, dann bereitet man noch eine gigantische Sch\u00fcssel gebratenen Reis mit Zwiebelst\u00fcckchen zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Uganda-2423.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-274 size-full\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Uganda-2423.jpg\" alt=\"Uganda--2423\" width=\"900\" height=\"596\" srcset=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Uganda-2423.jpg 900w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Uganda-2423-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Uganda-2423-453x300.jpg 453w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a>Wenn man diese Zeilen schreibt, dann kann man gar nicht anders, als dieses furchtbar sch\u00f6ne Land zu vermissen, in dem wir eine unvergessliche\u00a0 Zeit verbracht haben. Drei Monate durften wir im kleinen Osia, einem Dorf nahe der kenianischen Grenze, die\u00a0 angenehme afrikanische Lebenseinstellung erfahren und Menschen treffen, die herzlicher und freundlicher nicht h\u00e4tten sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anfangs waren wir als Lehrerinnen in der \u00f6rtlichen Schule t\u00e4tig und gaben Geschichts- und\u00a0 Geografieunterricht. Dass das aber mit deutschen Verh\u00e4ltnissen nicht zu vergleichen ist, liegt zum einen schon einmal daran, dass 150 Kinder in einer Klasse sitzen. Zum anderen besitzt keines dieser Kinder B\u00fccher, sondern lediglich ein Heft, in das dann alles quer durcheinander notiert wird. Dazu kommt, dass daraus manchmal Seiten nachtr\u00e4glich herausgerissen und gegessen werden. Die Situation an \u00f6ffentlichen Schulen ist erschreckend und die Perspektive, die die Kinder dadurch erhalten, ebenfalls.<br \/>\nWeil wir zu dritt waren, konnten wir die Klassen teilen und jeweils 50 Kinder unterrichten. Wir haben festgestellt: Das macht viel mehr Spa\u00df, als wir dachten. Mit kleinen Spielchen und Humor hatte man die Aufmerksamkeit der Kleinen relativ schnell f\u00fcr sich gewonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil es in Uganda aber sehr oft Ferien gibt, war unser Lehrerdasein schon nach einigen Wochen beendet und wir er\u00f6ffneten eine kleine Bastel- und Sportgruppe. Unsere ehemaligen Sch\u00fcler konnten kommen und Freunde bzw. Geschwister mitbringen.\u00a0Zusammen haben wir dann Wassermalfarben, Wachsmal- und Filzstifte ausprobiert. Nach anf\u00e4nglichem Z\u00f6gern war die Neugier bald gr\u00f6\u00dfer als die Sch\u00fcchternheit und das kreative Interesse nahm rasant zu. Sudokus waren schnell auf Platz Nummer eins und wir kamen mit dem Abzeichnen kaum mehr hinterher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um Weihnachten herum ging es f\u00fcr uns, die Mzungus (ostafrikanisch f\u00fcr wei\u00dfe Personen), dann 10 Tage lang nach Kenia und Tansania. Dort haben wir neben beeindruckenden Landschaften auch von L\u00f6wen und Elefanten \u00fcber Giraffen und Nash\u00f6rner alles gesehen, was die afrikanische Wildnis zu bieten hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5569.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-265 size-large\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5569-1024x678.jpg\" alt=\"erfahrungsberichtUganda -5569\" width=\"584\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5569-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5569-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5569-453x300.jpg 453w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5569.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem konnten wir \u2013 ein kleines Highlight \u2013 das Projekt der Fransilianer in Tabora besuchen. Denn in Uganda soll genau so etwas auch entstehen. Es ist kaum mehr vorstellbar, dass hier vor einigen Jahren nichts au\u00dfer dem wilden afrikanischen Busch war. Heute ist es eine in sich funktionierende, riesige Anlage mit mehreren Schulen, Kindergarten, Waisenh\u00e4usern, einer Einrichtung und Werkstatt f\u00fcr Blinde und einem Pfarrhaus.\u00a0Was viel Herz und der Wille der Fransilianer dort mit den notwendigen finanziellen Mitteln schaffen konnten, ist wirklich ein kleines Wunder.<br \/>\nW\u00e4hrend unseres Aufenthaltes wuchsen auch in Iylowa (dem Dorf, in dem in Uganda das neue Projekt gebaut wird), nach langwierigen komplizierten Verhandlungen um das Grundst\u00fcck, ebenfalls die ersten Mauern und neben dem Pfarrhaus ist jetzt auch schon eine Art Kinderheim f\u00fcr den \u00dcbergang eingerichtet. Dort erhalten die k\u00fcnftig aufgenommenen Waisenkinder neben warmen Mahlzeiten auch eine Lernbetreuung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war wirklich \u00fcberw\u00e4ltigend, zu sehen, wie sehr sich die Menschen in Iyolwa gefreut haben, als sie von den Pl\u00e4nen erfuhren und wie dankbar sie sich zeigen. Der Ort hat n\u00e4mlich eine wechselhafte Geschichte hinter sich und viele Einwohner sind bis heute noch von kriegerischen Auseinandersetzungen vor wenigen Jahrzehnten traumatisiert. Damals haben beispielsweise viele ihre Viehbest\u00e4nde, also ihre Existenz, verloren und so ist die Armut hier noch gr\u00f6\u00dfer als in anderen Teilen des Landes. Genau deshalb ist es sehr wichtig f\u00fcr das Dorf, dass der zu den Fransilianern geh\u00f6rende Pater Thomas hier seine Arbeit begonnen hat und erfolgreich umsetzt, was er sich vorgenommen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer wieder haben wir das stetig wachsende Projekt in Kinderschuhen besucht und zum Ende unseres Aufenthaltes hin dann noch die\u00a0\u00f6rtliche Schule neu angestrichen. Nachdem wir unsere Familien mobilisiert hatten und aus Deutschland Spenden ankamen, legten wir im Januar los: Zusammen mit ein paar Jugendlichen aus Oise verwandelten wir die l\u00f6chrigen dunkelbraunen W\u00e4nde, die die R\u00e4ume wie St\u00e4lle erschienen lie\u00dfen, in helle und freundliche Klassenzimmer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5748.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-266 size-large\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5748-1024x678.jpg\" alt=\"erfahrungsberichtUganda -5748\" width=\"584\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5748-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5748-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5748-453x300.jpg 453w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/erfahrungsberichtUganda-5748.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch, um wieder zum\u00a0Anfang zur\u00fcckzukommen: So schnell wie die Boda Bodas flitzen, so schnell sind auch die Tage im Nachhinein verflogen.\u00a0Und schlie\u00dflich hie\u00df es dann: Ein letztes Mal rauf auf den nahegelegenen Wallfahrtsh\u00fcgel, um im Sonnenuntergang eine saftige Ananas zu genie\u00dfen, w\u00e4hrend um uns herum Affen zwischen Str\u00e4uchern spielen.\u00a0Mitten im verschneiten M\u00fcnchen zu landen war wie das Erwachen aus einem Traum. Aber keineswegs das Ende dieser Reise, denn ein bisschen Afrika werden wir uns wohl immer im Herzen behalten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><\/h3>\n<hr \/>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff9900;\">Erfahrungsbericht von Elli Hien \u2013 Volunteereinsatz in Ipuli, Tabora \/ Tansania<\/span><\/h3>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #999999;\">September 2013 \u2013 Februar 2014<\/span><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">\u00a0<a href=\"https:\/\/maishapamoja.files.wordpress.com\/2014\/11\/elli-in-tabora.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-307\" src=\"https:\/\/maishapamoja.files.wordpress.com\/2014\/11\/elli-in-tabora.jpg?w=300\" alt=\"elli in tabora\" width=\"300\" height=\"297\" \/><\/a>Ich war im Zeitraum von September 2013 bis Februar 2014 in Ipuli, Tabora und habe die SFS School und das SFS Boy&#8217;s Home unterst\u00fctzt.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ich war sehr gespannt, was mich in diesem knapp halben Jahr als Volunteer alles erwarten wird. Ich selbst habe frisch mein Studium beendet und wollte nochmal weg bevor mich das Arbeitsleben einholt. Etwas Gutes tun und ein freiwilliges halbes Jahr in Afrika zu verbringen lag mir schwer am Herzen. So hat es mich umso mehr gefreut, als mir eine Freundin von FOSTER in Tabora vorgeschw\u00e4rmt hat, es mir w\u00e4rmstens empfohlen hat und ich letztendlich auch dort hin durfte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Von meinem Volunteereinsatz erhoffte ich mir durch den l\u00e4ngeren Auslandsaufenthalt und dem Erleben eines \u201eArbeitsalltags\u201c in Tansania einen vertieften Einblick in die Kultur dieses Landes zu bekommen. Ich wollte erfahren, wie die Menschen dort leben und ihren Alltag verbringen. Die Kinder zu unterst\u00fctzen und ihnen eine Hilfe sein war jedoch mein gr\u00f6\u00dfter Beweggrund f\u00fcr dieses Abenteuer.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Afrika hatte mich als Kontinent schon immer fasziniert und interessiert. Ich habe w\u00e4hrend meiner freiwilligen Arbeit das Land und seine Leute kennen und lieben gelernt. Durch meine Zeit in Ipuli, die Reisen, die ich unternommen habe und durch Ausfl\u00fcge mit den Priestern in kleine D\u00f6rfer, konnte ich tolle Einblicke in das Leben und den Alltag von Familien bekommen und hatten interessante und spannende Begegnungen. Der Empfang von den meisten Einheimischen war sehr freundlich und h\u00f6flich, und ich habe mich sofort willkommen gef\u00fchlt. Die Menschen sind offener als in Deutschland und ich glaube ich tauschte in Tansania an einem Tag so viele Begr\u00fc\u00dfungsfloskeln aus, wie in Deutschland in einer Woche. Trotzdem bin ich auch auf kritische Tansanier gesto\u00dfen, die beispielsweise beleidigt reagierten, wenn das Suaheli nicht ihren Erwartungen entsprach. Des weiteren wird man immer als \u201ereicher Wei\u00dfer mit viel Geld\u201c gesehen. Aber auch wenn ich als \u201eWei\u00dfe\u201c grunds\u00e4tzlich angestarrt wurde, als \u201eMzungu\u201c bezeichnet und ich mich als ein Exot f\u00fchlte, konnte ich mich daran schnell gew\u00f6hnen. \u201eI love you, Mzungu\u201c zugerufen zu bekommen, vermisse ich hier zur\u00fcck in Deutschland sogar.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Meine Erwartungen haben sich definitiv erf\u00fcllt und wenn ich jetzt an meinen damaligen Volunteereinsatz denke, habe ich immer ein L\u00e4cheln auf dem Gesicht, erinnere mich an das wundersch\u00f6ne Abenteuer und habe gleichzeitig Sehnsucht nach dem Land, den Leuten und vor allem den Jungs aus dem Boys Home. Ich hatte die Gelegenheit intensiv mit den Jungen des Kinderheimes in Kontakt zu kommen, mit ihnen zu arbeiten, zu spielen und eine Beziehung aufzubauen. Dass ich bereits viel Erfahrung mit Kindern hatte, war mir eine gro\u00dfe Hilfe im Umgang mit ihnen, da ich so weniger Ber\u00fchrungs\u00e4ngste hatte. Laura, ein weiterer Volunteer &#8211; insgesamt waren wir vier Volunteers aus Deutschland, die zur gleichen Zeit in Ipuli waren -, war mit mir nachmittags im Boys Home. Erst haben wir ca. eine Stunde Nachhilfe in Mathe und Englisch f\u00fcr die Kleinsten gegeben &#8211; insgesamt hatten wir sieben Sch\u00fcler &#8211; und danach noch mit allen Jungs gespielt. Das Kartenspiel UNO, das wir aus Deutschland mitgenommen haben, wurde definitiv das Lieblingsspiel aller Jungs. Sehr gerne haben sie es nach ihren eigenen Regeln gespielt. Auch Luftballons, Frisbeescheiben, H\u00fcpfseil, Basteln, Tanzen, Musik h\u00f6ren, oder einfach nur in den Sand malen oder Lehmfiguren modellieren konnte die Jungs begeistern. Ich bewunderte die Kreativit\u00e4t der Kinder. Gekauftes Spielzeug gab es sehr wenig. Es brauchte jedoch zum Beispiel nur eine Schnur und ein Holzst\u00fcck oder eine Wasserflasche und es wurde ein Spielzeug gebaut, an dem die Jungs teilweise mehr Freude hatten, als ein Kind in Deutschland an dem neuesten Computerspiel.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Toll war es, als die Jungs im November 2013 in das neue Boys Home neben das Priesthouse gezogen sind. Das neue Boys Home hat die Lebensqualit\u00e4t der Jungs sehr gesteigert. Die R\u00e4umlichkeiten, K\u00fcche, Schlafs\u00e4le usw. sind nun gro\u00df, neu und sauber. Auch die N\u00e4he zu den Priestern, Simba Clay und uns hat alle mehr zusammenwachsen lassen und wir waren nun alle eine gro\u00dfe Familie. Es war sch\u00f6n die Jungs immer um einen zu haben. Es hat uns erm\u00f6glicht eine st\u00e4rkere Beziehung zu Ihnen aufzubauen. Jeder der Jungs hat bereits einiges in seinem Leben durchgemacht und meistens etwas Schlimmes erlebt. Aber jeder Einzelne hat eine gro\u00dfartige Pers\u00f6nlichkeit und ist sehr liebenswert.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Ein Besonderes Erlebnis mit den Jungs war Weihnachten und Silvester. \u00dcber Weihnachten war nur ein Teil der Jungs im Boys Home &#8211; diejenigen, die keine Familie oder Verwandtschaft hatten, die sie \u00fcber die Schulferien und Feiertage besuchen h\u00e4tten k\u00f6nnen. Um uns auf die Festtage einzustimmen, backten wir mit den Jungs leckere Pl\u00e4tzchen und bastelten weihnachtliche Dekoration, um das neue Boys Home zu schm\u00fccken. Am Tag von Heilig Abend wurde in Teamarbeit eine wundersch\u00f6ne Krippe \u2013 wenn auch etwas kitschig \u2013 vor dem Priest House aufgebaut, wo am Abend die Messe gehalten wurde. Mir wurde an Weihnachten in Tabora wieder verst\u00e4rkt bewusst, dass es kein Fest der Geschenke ist, sondern es darum geht die Geburt von Jesus Christus zu feiern, dankbar zu sein, und Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">An den Tagen vor Silvester kamen alle Jungs zur\u00fcck um gemeinsam in das neue Jahr zu starten. Am 30. Dezember bastelten wir mit den Jungs zusammen Partyh\u00fcte und freuten uns sehr, dass am Abend der Feierlichkeit alle \u2013 auch die Priester, Br\u00fcder und Home Boys \u2013 unsere H\u00fcte aufgesessen haben. Das neue Jahr wurde mit selbstgebackenem Kuchen, Soda f\u00fcr jeden und gemeinsamen Tanzen willkommen gehei\u00dfen. Meine Wunderkerzen, die ich aus Deutschland f\u00fcr diesen Anlass mitgebracht hatte, waren ein Highlight \u2013 trotz der anf\u00e4nglichen Ber\u00fchrungs\u00e4ngste. Der Abend war ein wundersch\u00f6ner Start in das Neue Jahr.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Wir hatten immer viel Spa\u00df mit den Jungs und sie waren uns auch immer eine gro\u00dfe Hilfe, sei es beim Fahrradrichten, Ungeziefer verjagen, oder Fr\u00fcchte pfl\u00fccken. Die ersten paar Wochen nach unserer Ankunft in Tabora mussten die Jungs erst mit uns warm werden und es hat ein bisschen gedauert bis sie uns akzeptiert haben, aber je mehr Zeit wir mit Ihnen verbracht haben, desto besser wurde es.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In der Primary School war es \u00e4hnlich. Nach anf\u00e4nglichen Schwierigkeiten haben wir schnell Struktur in unseren Lehrplan und in die Unterrichtsstunden gebracht. Marina, ein weiterer Volunteer, hat mit mir zusammen vormittags in der Schule unterrichtet. Es war sehr hilfreich, dass Marina Sonderp\u00e4dagogik auf Lehramt studiert und viel Erfahrung und Wissen \u00fcber den Umgang mit Sch\u00fclern und \u00fcber Unterrichtsplanung und -gestaltung mitbrachte. Vor allem zu Beginn hatten wir mit den Klassengr\u00f6\u00dfen von 50 bis 70 Sch\u00fclern und damit, dass f\u00fcr uns die Gesichter der Sch\u00fcler alle gleich aussahen, zu k\u00e4mpfen. Hinzu kam die Schuluniform, die es ebenso erschwerte Sch\u00fcler auseinanderzuhalten. Weitere Herausforderungen waren, dass die Sch\u00fcler ausschlie\u00dflich Frontalunterricht und viel Drill gew\u00f6hnt waren. Es gibt hier auch die Pr\u00fcgelstrafe. Sobald die Sch\u00fcler jedoch gemerkt hatten, dass wir nicht schlagen, war es eine Herausforderung sich trotzdem Respekt zu verschaffen und Disziplin zu wahren. Obwohl wir selber die Kinder nie geschlagen h\u00e4tten, haben wir t\u00e4glich miterlebt, dass die Kinder teilweise &#8211; unserer Meinung einfach nur grundlos &#8211; mit dem Stock geschlagen wurden. Dies ging uns sehr nah. Ich werde niemals verstehen, wie dies bef\u00fcrwortet und ein Teil der Kultur dort sein kann. Trotzdem machte die Arbeit in der Primary School sehr viel Spa\u00df. Von Vorteil war es, dass wir zu zweit die Klassen gehalten und den Unterricht vorbereitet haben. Wir konnten sehr frei arbeiten und den Unterricht so gestalten, wie wir es am sinn- und wirkungsvollsten hielten. Die Sch\u00fcler kamen gerne zu uns, da wir andere Methoden und Unterrichtsformen hatten, als die Sch\u00fcler gewohnt waren und so unser Unterricht eine Abwechslung f\u00fcr sie darstellte. Da sich in unserem Raum auch die Schulb\u00fccherei befand, \u00fcbernahmen wir ab Januar 2014 die Leitung der B\u00fccherei, da die vorherige Mitarbeiterin aufgeh\u00f6rt hatte. Au\u00dferdem halfen wir im Office bei kleineren Arbeiten, wie Tippen der Abschlussexamen, Packen der Schult\u00fcten mit Unterrichtsmaterialien f\u00fcr das n\u00e4chste Schuljahr.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Besonders hat mir an meinem Volunteereinsatz in Tabora gefallen, dass meine Arbeitsbereiche sehr abwechslungsreich waren. Diese Abwechslung kam vor allem durch die Gr\u00f6\u00dfe des FOSTER-Komplexes und den unterschiedlichen Einrichtungen zu Stande. Vor allem die Variation zwischen meinem Vormittag in der Primary School und dem Nachmittag mit den Jungs empfand ich als sehr angenehm. Mit den Schulen, den Jungs im Kinderheim, dem M\u00e4dchenhostel, und mit den Blinden und Albinos war immer etwas geboten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Da das Leben in Afrika sich definitiv von meinem bisherigen Leben in Deutschland unterschieden hat, musste ich mich erst an einiges gew\u00f6hnen, wie z.B. an das Essen, in dem des \u00f6fteren Steine zu finden waren, an Fleisch mit Knochensplittern, Reis mit \u00d6l, ewig lange Begr\u00fc\u00dfungsfloskeln, Suaheli, fehlende P\u00fcnktlichkeit, das Motto \u201epolepole\u201c, \u00fcberf\u00fcllte Busfahrten, an die einfachen Lebensbedingungen, kein flie\u00dfend Wasser im Haus zu haben, mit kaltem Brunnenwasser zu duschen, h\u00e4ufige Stromausf\u00e4lle, viele Insekten, M\u00fccken, Skorpione, st\u00e4ndig kaputte Fahrr\u00e4der, \u201eMzungu\u201c genannt zu werden, immer angestarrt zu werden, hei\u00dfe Temperaturen, Gottesdienste von 2,5 Stunden, \u2026. um nur ein paar Dinge aufzulisten. Aber die anderen Volunteers und ich konnten uns schneller als Gedacht an solche Sachen gew\u00f6hnen. Und es gibt auch Einiges, was ich lieben gelernt habe und sehr vermisse, wie z.B. Chabati, Sonnenunterg\u00e4nge und den Sternenhimmel in Tansania, die Jungs vom Waisenhaus, Sansibar, am Markt Einkaufen zu gehen, Pikipiki fahren, frische Fr\u00fcchte vom Garten ernten, Serengeti Bier, tansanische Musik, ein Teil der FOSTER Familie zu sein, und vieles mehr \u2026 .<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Zeit in Tabora war f\u00fcr mich eine wahnsinnige Bereicherung, die ich nicht missen m\u00f6chte. Ich habe vieles f\u00fcr mich aus dieser Zeit mitgenommen. Ich habe mein bestes gegeben, um mich zu integrieren und anzupassen. Die Jungs sind mir bereits nach sehr kurzer Zeit enorm ans Herz gewachsen, und sie wieder zu verlassen war eins der schwersten Dinge. Ein Teil von mir ist in Ipuli geblieben und daher hoffe ich die Jungs, die Priester und alle gro\u00dfartigen Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, bald wieder zu sehen.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff9900;\">Wir zu Besuch in Ostafrika<\/span><\/h3>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #999999;\">Ein Reisebericht von Rosemarie Vielreicher, 31. Mai 2014<\/span><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"img_caption right\" style=\"text-align: justify;\">\n<div id=\"attachment_217\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/uganda.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-217\" class=\"wp-image-217 size-medium\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/uganda-300x225.png\" alt=\"uganda\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/uganda-300x225.png 300w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/uganda-400x300.png 400w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/uganda.png 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-217\" class=\"wp-caption-text\">Uganda hat die durchschnittlich j\u00fcngste Bev\u00f6lkerung der Welt &#8211; umso wichtiger ist der Ausbau der Bildungsm\u00f6glichkeiten.<\/p><\/div>\n<p>Uganda hat die durchschnittlich j\u00fcngste Bev\u00f6lkerung der Welt &#8211; umso wichtiger ist der Ausbau der Bildungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Schultaschen, Stifte, Fu\u00dfb\u00e4lle, Trikots, Spielzeugautos, Luftballons und mehr \u2013 die Koffer sind bis oben hin vollgepackt mit Mitbringsel f\u00fcr die Kinder in Ostafrika. Zusammen mit Pater Thomas Varghese machen sich die zwei Mitglieder von Maisha Pamoja, Ingrid und Rosemarie, im Oktober 2013 auf nach Uganda und Tansania.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Beide waren schon einmal beim Projekt in Tabora in Tansania. Die Freude auf das Wiedersehen mit den Kindern und den Patern ist daher gro\u00df. Zugleich wird aber nicht nur Tabora im Westen von Tansania besucht, sondern ausgehend von Kampala, der Hauptstadt von Uganda, die Region Iyolwa, in der ab September 2014 ein neues Foster-Projekt unter der Leitung von Pater Thomas entstehen soll. Im Oktober 2013 steht das Schulprojekt aber noch ganz am Anfang.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In Uganda prallen zwei Gegens\u00e4tze aufeinander: die Landschaft ist wundersch\u00f6n, der Ursprung des Nils ist ein Besucher-Magnet, die \u00c4quator-Linie ebenfalls. In Iyolwa angekommen \u2013 dort sollen unter anderem ein Kinderheim, eine Grund- und weiterf\u00fchrende Schule entstehen \u2013 wird aber auch die Armut und Hilflosigkeit der Menschen in der Region deutlich: es gibt dort bislang keine Secondary-Schule, bis zu 160 Kinder sind in ein Klassenzimmer gepfercht. Nach der vierten Grundschulklasse ist dann Schluss, weil es keine weiteren Bildungsm\u00f6glichkeiten in der Region gibt. Lehrer werden seit Monaten nicht bezahlt, auch Strom, Trinkwasser und Kl\u00e4ranlagen gibt es dort nur f\u00fcr einen kleinen Teil der Bev\u00f6lkerung. 40 Prozent der Kinder wachsen als Waisen auf.<\/span><\/p>\n<div class=\"img_caption right\" style=\"text-align: justify;\">\n<p>School Day in Tabora<\/p>\n<div id=\"attachment_221\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sdc19515.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-221\" class=\"wp-image-221 size-medium\" src=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sdc19515-300x225.jpg\" alt=\"sdc19515\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sdc19515-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sdc19515-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.maisha-pamoja.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/sdc19515.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-221\" class=\"wp-caption-text\">School Day in Tabora<\/p><\/div>\n<p>Pater Thomas spricht bei der Ostafrika-Reise mit den Verantwortlichen, handelt erste wichtige Vereinbarungen f\u00fcr das neue Projekt aus. Schon im M\u00e4rz 2014 wird er erneut dorthin fliegen.Zehn Hektar Land wurden bereits von der Mission gekauft. Bis 2020 sollen dort ein umfassendes Schul- und Bildungssystem und zugleich ein Zuhause f\u00fcr Jungen und M\u00e4dchen ohne Eltern entstehen. Wie damals auch in Tabora.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Dorthin geht die Reise \u00fcber Jinja, Kampala und Kahama weiter.\u00a0 In Tabora werden wir herzlich begr\u00fc\u00dft \u2013 mit einem gemeinsamen Abendessen mit den Jungs im Boys\u00b4 Home. Die haben mit dem neuen Bruder Patricks auch einige T\u00e4nze und Ges\u00e4nge einstudiert. Endlich k\u00f6nnen wir auch unsere Koffer leeren und den Kindern mit den kleinen Geschenken ein L\u00e4cheln ins Gesicht zaubern. Momentan wird dort ein neues Heim f\u00fcr die Jungen gebaut, wof\u00fcr Maisha Pamoja auch gespendet hat. F\u00fcnf Tage werden wir insgesamt in Tabora verbringen und auch an einem sogenannten School Day teilnehmen. Dieser steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. Dieses Jahr ist es Sport. Die Kinder und Jugendlichen zeigen ihr K\u00f6nnen und haben auch Auftritte wie Kampfsportarten oder T\u00e4nze einstudiert. Auch die Eltern der Sch\u00fcler sind mitgekommen. In Tabora ist eine regelrechte Schulfamilie entstanden. Das w\u00fcnschen wir uns auch f\u00fcr Iyolwa in Uganda.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/maishapamoja.files.wordpress.com\/2014\/11\/sdc19586.jpg\">\u00a0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>STEFFI @ UGANDA\u00a02017\u00a0 Bereits zum dritten Mal besuchte Steffi Rettinger im M\u00e4rz 2017 Uganda und das Projekt in Iyolwa. 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